Ruck-Zuck Marketing mit Kuschelfaktor?

Energiefaktor Grevenbroich: Hier ist mehr drin als nur Wohlfühlen...
Energiefaktor Grevenbroich: Hier ist mehr drin als nur Wohlfühlen...

Grevenbroich hat seit vielen Jahren ein Problem damit, eine klare Positionierung im Wettbewerb der Kommunen zu finden. Durch die jetzt vom Stadtmarketing und dem Presseamt beabsichtigte Neupositionierung als „Wohlfühlstadt“ sollen wir uns mit Weichspüler und Daunenkissen bewaffnet dem Wettbewerb um Neuansiedlungen und Arbeitsplätze stellen. Dumm nur, dass hier mit härteren Bandagen gefochten wird, wie z.B. die Ansiedlungserfolge in Jüchen, Rommerskirchen, Bedburg und Neuss deutlich zeigen. „Statt sich unter einer Kuscheldecke zu verstecken, sollte ein Zukunftskonzept gemeinsam erarbeitet werden. Blinder Aktionismus schadet nur, Marketing ist ein strategisches Thema und muss als solches auch behandelt werden“, erklärt der Vorsitzende von MEIN GREVENBROICH, Thomas Wiedenhöfer. Und weiter: „Imagebroschüren sowie Imagefilme sollten dann erstellt werden, wenn ein positionierendes Gesamtkonzept steht!“

 

MEIN GREVENBROICH befürwortet folgenden Weg:

 

  1. Vertagung aller Entscheidungen im Stadtmarketing bis nach der Kommunalwahl!
  2. Wir sind gegen weitere Einzelentscheidungen und sehen die Gesamtverantwortung für das Stadtmarketing nicht bei der Bürgermeisterin, sondern beim sich neu formierenden Stadtrat.
  3. Bildung eines Fachgremiums, bestehend aus Vertretern der Politik, der Verwaltung und interessierter Vereine mit dem Ziel, eine zukunftsorientierte Positionierung unserer Stadt  zu erarbeiten. Stadtmarketing ist ein wesentlicher Entwicklungsprozess und keine Nebensache. Hieran müssen auch Bürger beteiligt werden.
  4. Grevenbroich hat deutlich mehr Potential, als die immer wiederkehrende Formel „ Evita, Whiskybar, City-App etc.“ vorgaukelt. Statt „Brot und Spiele“ zu organisieren und gebetsmühlenartig immer wieder die gleichen Akteure ins Spiel zu bringen, wäre eine Erweiterung der Wahrnehmung durchaus empfehlenswert. Nie ist zum Beispiel die Rede von den Elephants, vom MSC oder auch von unserem beispielhaften Museum oder dem Kulturangebot in unserer Stadt. Und wer bietet soviel Kunst im öffentlichen Raum?

 

Die Energie unserer Stadt stammt nicht aus den Kraftwerken, sondern von den Menschen die hier leben und arbeiten. Und es sind die Bürger, die in Sport-und Brauchtumsvereinen nicht nur sehr viel bewegen und erhalten, sondern auch mit hoher Außenwirkung gestalten.

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